Radiant Photo offiziell erhältlich

Radiant Photo ist nun seit dem 15. September 2022 offiziell erhältlich. Ich bin rechtzeitig auf Radiant Photo aufmerksam geworden um in den Genuss des Early Access Programms zu kommen. So konnte ich bereits Ende August meine ersten Versuche mit dem neuen Bildeditor machen und ihn testen. Vorgestellt hatte ich das Programm ja bereits in den letzten beiden Blogbeiträgen. Wer den offiziellen Launch selbst erleben möchte, der kann über diesen Link kostenlos dem Radiant Photo Collective beitreten und darin das Enthüllungs-Webinar Revue passieren lassen. In diesem Beitrag möchte ich meinen persönlichen Eindruck schildern.

Noch eine Bildbearbeitungssoftware

Einige unter Euch mögen denken, schon wieder ein neuer Bildeditor? Davon gibt es doch schon genug und so viele. Richtig, doch keiner kommt mir so intuitiv und durchdacht vor. Intuitiv? Ja, sogar mehr als das. Künstliche Intelligenz inklusive! Ja, davon haben wir auch schon einiges gehört, gesehen und auch schon in anderen Programmen. Radiant Photo ist dennoch anders und ich bin begeistert. Doch um mich zu verstehen und warum ich so von Radiant Photo begeistert bin möchte ich erst einmal mal wahre Lage und Situation schildern.

Radiant Foto Standalone
Radiant Foto Standalone

(m)eine Ausgangssituation

Ich oute mich als „Bildbearbeitungsfaul“. Ich bin nicht der Typ, der beim fotografieren denkt, Photoshop wird es schon richten. Wobei Photoshop jetzt als Synonym für jedwede Bildbearbeitungssoftware steht. Gerade mit Photoshop, mache ich noch das Wenigste. Zuletzt kamen meist Adobe’s Lightroom Classic und Skylum’s Luminar NEO zum Einsatz, wenn überhaupt. Soviel wie möglich soll bei mir in der Kamera bereits „richtig“ gemacht werden. Dabei fotografiere ich RAW um überhaupt die Möglichkeit zu haben, Bildbearbeitung zu betreiben. Paradox nicht wahr? Und so passiert es, dass die meisten Fotos aus der Kamera auf den Computer landen und dann oft nichts weiter passiert.

Nur vereinzelt werden bei mir Fotos mal bearbeitet. Wobei die Bearbeitung sich oft nur auf die Grundlagen wie Helligkeit, Kontrast, Farbe, Aufhellen von Tiefen und Abdunkeln der Lichter beschränkt. Selten schaffe ich es dabei, das Optimum aus meinen Fotos heraus zu holen. So kann ich sogar behaupten, dass ich Bildbearbeitung im Grunde nicht mag. Zu Zeitaufwendig und meist weiß ich nicht, was ich überhaupt einstellen soll um mein Foto brillant aussehen zu lassen.

Radiant Photo ist die Lösung

Als ich das Erste mal von Radiant Photo gehört habe, wusste ich gleich, es ist Liebe auf den ersten Blick. Naja, vielleicht etwas zu schnulzig. Dann formuliere ich es so, ich wusste gleich, dass es die Lösung für meine Bildbearbeitungsfaulheit sein könnte. Und warum auch nicht, es gibt viele Fotografen, die ihre Fotos nicht selbst, sondern von Bildbearbeitungsdiensten „entwickeln“ lassen. Und selbst wenn man keine Fotos bearbeiten möchte, hiervon gibt es ebenfalls genug Fotografinnen und Fotografen, so ist die Wahrscheinlichkeit dennoch sehr groß, dass das Foto bearbeitet wurde oder wird. Schießt man Fotos in JPG, dann ist das Bild ja Kameraintern bereits bearbeitet worden. Lädt man das Foto, zum Beispiel zum Ausbelichten auf Fotopapier, in einem Fotobuch oder ähnlich einem Labor hoch, wird es oft, wenn man es nicht deaktiviert, noch optimiert (also vom Labor bearbeitet).

Schneller Modus
Schneller Modus

In den meisten Fällen der Labore, kommt die gleiche „Engine“ wie bei Radiant Photo zum Einsatz. Denn Radiant Photo basiert auf Perfectly Clear, das in der industriellen Bildverarbeitung der quasi Standard ist. So kann man sagen, dass Radiant Photo die Weiterentwicklung für den lokalen Computer ist. Dabei kommt wie schon eingangs erwähnt Künstliche Intelligenz hinzu um das optimale aus einem Foto heraus zu holen. Und das genialste an der Geschichte ist, ich brauche noch nicht mal einen Schieberegler dafür selbst verschieben.

Stapelverarbeitung

Wer es noch nicht gemerkt hat, ich spreche von Bildbearbeitung, ohne mein dazutun. Richtig gelesen. Ich übergebe mein(e) Foto(s) an Radiant Photo und erhalte eine optimierte Version. Das geht auf unterschiedliche Weisen. Radiant Photo gibt es als Standalone, also eigenes Programm und als Zusatzsoftware für Lightroom, Photoshop und Corel Painshop Pro. Ich öffne also Radiant Photo und ziehe mein Foto hinein und es wird sofort analysiert und bearbeitet angezeigt, ich brauche nur noch zu speichern. Wenn mir das Ergebnis nicht gefallen sollte, dann kann ich natürlich Einfluss nehmen. Wie in jeder anderen professionellen Bildbearbeitungssoftware stehen mir hier alle Möglichkeiten offen.

Als Zusatzsoftware bietet Radiant Photo die Möglichkeit Fotos in der Stapelverarbeitung zu verarbeiten. Dabei habe ich insbesondere das Lightroom Classic Plugin ausprobiert. Aus LrC heraus kann ich ebenfalls einzelne Fotos öffnen oder aber über den Export-Dialog eine ganze Reihe automatisiert bearbeiten lassen. Ich kann im Export-Dialog festlegen, welche Bearbeitungsvariante „Pro“ oder „Dezent“ gewählt werden soll. Aber nicht nur wie intensiv eine Bearbeitung erfolgen soll kann ich festlegen, ich kann in einem eigenen „Smart Preset“ speichern wie bearbeitet werden soll und so die KI trainieren, bzw. sie zur individuellen Bildbearbeitung innerhalb der Stapelverarbeitung nutzen.

Radiant Photo Lightroom Classic Zusatzmodul - Export
Radiant Photo Lightroom Classic Zusatzmodul – Export

Zwei Modi

Ein schneller Modus mit gerade mal sieben Anpassungsmöglichkeiten und ein Erweiterter Modus für das volle Potenzial stehen zur Verfügung. Wer jetzt noch immer meint, das sei zu kompliziert, der kann unter Voreinstellungen und im Bereich Color Grading sogenannte Looks (basieren auf LUT’s) ganz schnell unterschiedliche Einstellungen ausprobieren. Dabei wird erst mal ein Vorschlag vom Programm gemacht, wie es meint, das die Bearbeitung aussehen könnte. Dabei ist das Programm stets bedacht eine „Überbearbeitung“ zu vermeiden. Diese Smart Presets, von denen es wie oben beschrieben zwei Methoden gibt, sind für unterschiedliche Dateien gedacht.

Die Smart Presets unter Radiant Photo Pro, sind gedacht für unbearbeitete RAW Dateien. Die Smart Presets Dezent, sind eher für JPG oder bereits angepasste Fotos gedacht. Stellt man fest, dass man immer wieder eigene Anpassungen an den Smart Presets vornimmt, dann kann man diese als eigene Smart Preset abspeichern und zwar für unterschiedliche Motive. Sprich die KI untersucht das Foto und bestimmt das dominante Motiv und steuert entsprechend ein Smart Preset zu.

Erweiterter Modus
Erweiterter Modus

Fazit

Ich wollte eigentlich gar nicht einen so langen Bericht schreiben. Außerdem ist es schwer alles in Worte zu fassen. Dabei habe ich nur an der Oberfläche gekratzt. Einfacher ist es Radiant Photo in einem Video vorzustellen und zu zeigen was es ist, was es leistet und wie es eingesetzt werden kann. Denn es ist keine Software, die versucht eine andere zu ersetzen, sondern Radiant Photo lässt sich nahtlos in dein eigenen Workflow integrieren. Egal ob als Startpunkt, als Software in der Mitte oder im finalen Schritt. Radiant Photo ist eine Ergänzung und Bereicherung. Ich kann mir vorstellen, dass ich meine zukünftigen RAW Aufnahmen generell einmal durch die automatisierte Bildbearbeitung schicke.

Eines ist mir aufgefallen, Radiant Photo ist sehr durchdacht. Es fehlt kaum etwas und oft habe ich mir während ich mit Bildern experimentiert habe gewünscht Radiant Photo müsse dies oder das können um kurze Zeit später zu lernen es kann es bereits. Denn die Dokumentation fehlte bislang, ist aber bereits als Vorabversion erhältlich und bald auch in Deutsch verfügbar. Es wird zum Beispiel meine von mir favorisierte Art der Bildspeicherung unterstützt, in der bearbeitete Fotos in einem separaten Ordner liegen.

Radiant Photo Dateien Speichern Dialog
Radiant Photo Dateien Speichern Dialog

Schau dir doch einfach Radiant Photo selbst einmal an. Hier ist mein Affiliate Link über den ich eine kleine Provision erhalte, solltest du dich zu einem Kauf entscheiden. Natürlich kannst du dir auch erst mal die Testversion gratis ansehen. Sollte dir die Software gefallen, komm bitte zurück zu meinem Artikel und nutze meinen Link für den Kauf um meinen Blog zu unterstützen. Im Moment gibt es noch den Einführungspreis in Höhe von 139€ (anstatt regulär 169,00 €) zudem erhältst du im Moment die Standalone und die Zusatzsoftware als Set. Leider weiß ich nicht, wie lange das Set zum Einführungspreis erhältlich ist.

Es gibt kein Abo, aber die Möglichkeit sich jährlich abzusichern und kostenlos Aktualisierungen zu erhalten. Die Absicherung kostet 50€. Auch hier gibt es einen Einführungspreis zu 31,51€. Zudem erhält man einige weitere Vorteile, wie Presets, Looks oder speziellen Webinarzugang.

Würdest du gerne von mir Videos zu Radiant Photo sehen, schreib doch einfach in den Kommentarbereich?

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