Belichtung

  • Auch wenn man die Belichtung in eingeschränktem Maße noch am Computer mit einer Bildnachbearbeitung korrigieren kann, ist es nützlich, sie schon bei der Aufnahme gut zu regeln.
  • Belichtungsfehler treten auf, wenn gegen das Licht aufgenommen wird und das Motiv oder der Hintergrund zu hell oder dunkel ist.
  • Wenn ein passender Belichtungsmodus vorhanden ist, sollten Sie diesen benutzen. Der Standardmodus hemmt oft die Kreativität.
  • Um die Tiefenschärfe zu kontrollieren, sollte die Blende eingestellt werden. Bewegungen werden mit der Verschlusszeit beeinflusst.
  • Je mehr Kontrast die Beleuchtung bietet, desto genauer muss die Belichtung sein – überprüfen Sie regelmäßig die Ergebnisse.
  • Wenn es starke Kontraste in der Belichtung gibt, zum Beispiel bei dunklen Landschaften mit hellem Himmel, sollten zwei Aufnahmen mit unterschiedlichen Belichtungseinstellungen angefertigt werden und anschließend kombiniert werden.

Über- und Unterbelichtung

  • Der schnellste und einfachste Weg, ein flaches Bild aufzuwerten, ist die Verwendung der Auto-Tonwertkorrektur.
  • Obwohl die Helligkeit/Kontrast-Regler in Photoshop Elements und Konsorten einfach zu durchschauen sind, bieten sie nicht den gleichen Grad an Kontrolle wie die Tonwertkorrektur.
  • Das Histogramm der Tonwertkorrektur sieht am Anfang komplex aus. Wer sich aber damit beschäftigt, wird darin ein effektives Werkzeug zur Verbesserung der eigenen Bilder finden.
  • Mit dem Setzen eines Weiß- und Tiefenpunkts werden neue Wege im Tonwertbereich des Bildes geöffnet. Wenn das Bild in eine s/w-Aufnahme umgewandelt werden soll, sollten Sie auf Kontraste achten.
  • Wenn das Motiv im Bild aufgrund von Unterbelichtung durch helles Licht zu dunkel ist, kann eine Gegenlicht-Aufhell-Funktion in der Bildbearbeitung helfen.
  • Bei Porträts mit schattigen Gesichtern hilft die partielle Aufhellung mit einer Bildbearbeitung. Auch hier gilt: Bloß nicht den Einsatz der einzelnen Effekte übertreiben, und für den Notfall Sicherheitskopien bereithalten.
  • Rote Augen: Die Zeiten von Albino-Fotografien sind dank Grafikfiltern vorüber. Rote Augen entstehen häufig durch interne Blitzlichter, die zu nah am Objektiv liegen. Grafiksoftware schafft durch Filter Abhilfe. Öffnen Sie in der Bildbearbeitung die Grafik und wählen Sie den Effekt „Anti rote Augen“ aus. Mit den Optionen können Sie die Rotfärbung manipulieren.
  • Erklärt: Blendenautomatik. Die Blendenautomatik ist der Belichtungsmodus, in der Sie die Blendenöffnung bestimmen und die Kamera die hierzu passende Verschlusszeit auswählt.
  • Verschlusszeit. Die Verschlusszeit ist die Zeit, die der Verschluss offen ist und die Kamera belichtet. Viele Digitalkameras haben eine Verschlusszeit, die von einer Sekunde bis zu 1/1000 Sekunde reicht.
  • Fokus: Spanische Landschaft. Mit Polarisierungsfiltern wird das Blau des Himmels noch stärker, aber das kann die Bildbearbeitung auch erledigen. Eine niedrige Horizontlinie, die den Himmel betont, ist viel interessanter als die typische zentrale Horizontlinie. Warten Sie auf vorbeiziehende Wolken, damit der Himmel nicht völlig leer ist. Viele Landschaften werden horizontal aufgenommen – warum nicht einmal eine vertikale Aufnahme? Ein Weitwinkel-Objektiv nimmt mehr vom Bild auf und bietet für die Komposition mehr Spielraum. Die Belichtung wird vorsichtig eingestellt, damit das Gebäudeweiß nicht zu grell wird.
  • Der Abwedler und Nachbelichter können beim Verändern der Helligkeit wertvolle Dienste leisten. Stellen Sie sicher, dass die Pinselgröße stimmt und die Belichtung für eine maximale Kontrolle nicht zu hoch ist.

Licht

  • Wann immer es praktikabel erscheint, ist das natürliche Licht dem Blitz der Kamera vorzuziehen – die Qualität ist erheblich besser.
  • Das Licht sollte zum Motiv und der Art des Bildes passen. Es gibt kein „schlechtes Licht“, sondern nur schlecht eingesetztes Licht.
  • Schatten können Bilder sehr interessant machen – suchen Sie nach Situationen, in denen das Licht niedrig von der Seite kommt.
  • Experimentieren Sie mit den Lichtquellen, wie Lampen, Kerzen und Fackeln – die Farbe kann hinterher noch eingestellt werden.
  • Bei Motiven wie Porträts oder Stillleben erweisen sich Reflektoren zur Lichtsteuerung als nützlich. Ein weißes Blatt Papier reicht aus.
  • Die Lichtqualität ist wichtiger als die Quantität – die Kamera kann immer noch durch eine höhere ISO-Einstellung oder längere Verschlusszeit unterstützt werden.
  • Einige Motive, wie etwa die Skyline einer Stadt, sehen in der Abenddämmerung besser aus, wenn gerade die Straßenbeleuchtung eingeschaltet wird.
  • Als allgemeine Regel sollte der Mittag gemieden werden, da zu dieser Zeit die hoch stehende Sonne ungünstiges Licht wirft. Verlegen Sie Ihre Fotosessions lieber auf den Vor- oder Nachmittag.
  • Nehmen Sie mit der Sonne im Rücken auf, wenn flaches Licht erwünscht ist. Licht von der Seite oder von vorne bringt oft mehr Leben in die jeweilige Fotografie.

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