Tiere im Zoo fotografieren

Tiere im Zoo fotografieren, ist eine Herausforderung und perfekte Tieraufnahmen zu machen ist nicht immer einfach. Tiere in Zoo’s und Tiergärten sind eingesperrt. Unschöne Hintergründe, Gitterstäbe und Zäune sowie Glasscheiben, die zudem oft unsauber sind, trennen den Fotografen vom Motiv. Ungehinderte Sicht auf ein Tier gibt es nur in Freigehegen und begehbaren Bereichen, in denen sich die Tiere aufhalten. Dennoch gibt es Tipps und Tricks um perfekte Tieraufnahmen mit nach Hause nehmen zu können. Tierporträts lassen sich trotz der widrigen Umstände leicht realisieren, wenn man weiß mit welchen Kameraeinstellungen man den Hindernissen begegnen muss. Genau hierzu hat das Autorenpaar Kyra und Christian Sänger das Buch: Tiere im Zoo fotografieren – Perfekte Tieraufnahmen leicht gemacht im Verlag Markt+Technik herausgebracht.

Das Reizvolle an der Tierfotografie in Zoo’s und Tiergärten ist der Umstand, dass Tiere anders wie in der freien Wildbahn, wesentlich einfacher vor die Linse zu bekommen sind. Tiere im Zoo sind an den Anblick Mensch gewohnt. Verhaltensweisen von Tieren im Zoo sind oft anders als in der freien Natur. Sie sind viel einfacher zu beobachten. Wiederholungen von Bewegungsabläufen oder das einnehmen spezieller Positionen geschehen häufiger. Trotzdem sind Geduld und Ausdauer gefragt. Es dauert schon mal bis das Tier an der richtigen Position ist. Zudem noch die gewünschte, richtige Blickrichtung und Haltung einnimmt für den „Best-Shot“. Position und Blickwinkel des Fotografen, sowie die Perspektive spielen für das perfekte Tierfoto ebenfalls eine wichtige Rolle.

Tiere im Zoo fotografieren © Markt+Technik
Tiere im Zoo fotografieren © Markt+Technik
Verhalten im Zoo

Nicht nur Tiere zeigen im Zoo ein anderes Verhalten, das man für seine Tierfotos nutzen kann. Auch der Fotograf muss sich an Regeln halten und sich entsprechend verhalten. Denn es gibt noch andere Besucher, Groß und Klein, die die Tiere sehen wollen. Schließlich sollten wir darauf achten, dass auch wir als Fotograf ein gern gesehener Gast sind und bleiben. Die Geduld des Fotografen wird also doppelt beansprucht. Informationen zu Fütterungszeiten sind hilfreich um die Tiere in Aktion erleben zu können. Hilfreiche Tipps für den Fotografen und dessen „Dos and Don’ts“ hält das Autorenpaar im Buch parat. Zusätzlich natürlich gepaart mit wichtigen Informationen zu notwendiger, beziehungsweise hilfreicher fotografischer Ausrüstung.

Bildgestaltung

Jedes fotografische Genre bedarf der kompositorischen Grundelemente und so leben Tierfotos auch von richtigen Bildkomposition. Einfach den Auslöser zu drücken, wenn das Tier vor der Linse ist, wird Fotos liefern, die massenweise im Umlauf sind. Damit man sich von der Masse anhebt und einzigartige Tierfotos mit nach Hause bringt, bedarf es auch bei der Tierfotograf einiger Planung und das bedachte Einstellen der Kamera. Hier ist der Leser mit dem Buch, Tiere im Zoo fotografieren sehr gut aufgehoben und angeleitet. Anhand von vielen Fotografien wird gezeigt, wie man die klassischen Zoo-Fotos umgeht. Tiere so zu fotografieren, dass man vermuten könnte, die Aufnahmen seien in der freien Wildbahn entstanden, ist das angesagte Ziel. Einzigartige Tierporträts die den Charakter des Tieres zeigen und eben nicht 0815 sind.

Hindernisse überwinden

Unschöne Hintergründe, Gitterstäbe und Zäune sowie Glasscheiben stellen natürlich ein großes Problem dar. Viele Fotografen scheuen deshalb den Besuch im Zoo. Ich meine zu unrecht, denn es ist nicht verwerflich, Tiere außerhalb der freien Wildbahn zu fotografieren. Nutzen wir doch die Vorteile der (hoffentlich artgerechten) Tierhaltung im Zoo. Machen wir uns die Vorteile eines Zoo’s oder Tierparks zu nutze. Am Ende des Tages wird man im Bild nicht erkennen ob es sich um ein Tier in der freien Wildbahn oder aus dem Zoo handelt. Es wird auch kaum jemand danach fragen wo und wie das Bild entstanden ist. Hauptsache ist doch später ein interessantes und tolles Foto vorzeigen zu können. 

Herausforderungen meistern

Ob nun Vogelvoliere, Terrarium, Aquarium oder Tierhaus – jede Art der Tierhaltung bringt seine gesonderte Behandlung für das Foto mit. Tipps und Tricks, die genau auf die speziellen Herausforderungen jeder Tierhaltung abgezielt sind, findet man im Buch. Speziell zu beachtende Umstände und Tipps wie man die unterschiedlichen Situationen am Besten meistert werden beschrieben. Unterschiedliche Lichtsituationen, aber auch das Wetter, ob nun Sonne, Regen und Schnee die Situation beherrschen, spielt eine große Rolle. Trotz dieser widrigen Umstände auf allen Seiten, keine Grund zu Hause zu bleiben und den Kopf in den Sand zu stecken, jedes Wetter birgt auf jeden Fall Potenzial für besondere Fotos.

Umfangreiches Buch zum Thema

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, da viele Herausforderungen angesprochen werden vor die ein Fotograf gestellt wird. Neben zahlreichen Hinweisen die Hindernisse zu meistern, findet man viele Tipps und Tricks rund um die Aufnahmesituation, der Bildgestaltung und Kameratechnik. Tiere im Zoo fotografieren zu können sollte nach der Lektüre zumindest einfacher fallen, beherzigt man die Ratschläge. Perfekte Tieraufnahmen zu machen ist also kein Hexenwerk. Sicherlich, es darf der Übung und Geduld des Fotografen, aber das ist in der Regel unabhängig vom Genre. Wer möchte und weitere Anleitung beim Ausprobieren bekommen will, kann sich mir gerne auf einem meiner Workshops zum Thema Tierfotografie anschließen.

Das Buch: Tiere im Zoo fotografieren, Perfekte Tieraufnahmen leicht gemacht von Kyra und Christian Sänger kostet 19,95€ und ist im Markt+Technik Verlag erschienen. Hier die Bestellmöglichkeit über Amazon:

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