Bevor ich zu einer Wanderung aufbreche, ist der Griff zur Kamera genauso selbstverständlich wie das Schnüren der Wanderschuhe. Welches Objektiv nehme ich heute? Das Weitwinkel, falls ich den Wasserfall erreiche? Oder doch lieber das Tele, falls mir unterwegs ein Buntspecht oder Reh begegnet? Ich kontrolliere noch einmal die Akkustände. Dabei wurden sie erst letzte Nacht geladen. Ich verstaue den Rest der Ausrüstung. Sogar der Panoramakopf findet irgendwo zwischen Brotzeit und Regenjacke seinen Platz. Zwölf Kilogramm Fotoausrüstung, ohne Stativ. Geballte Technik und erlesenes Zubehör für besondere Aufnahmesituationen. Dabei gehört meine Kamera längst nicht mehr zur neuesten Generation. Alles eingepackt in einem schnieken Rucksack, der das Tragen des Gewichtes erträglicher macht.
Fotografische Wahrnehmung
Fotografische Wahrnehmung
Die fotografische Wahrnehmung ist der Schlüssel zu Bildern, die über bloße Schnappschüsse hinausgehen. In einer Welt, wo digitale Speicher massenhaft und flüchtig mit Fotos gefüllt werden und der nächste Klick oft wichtiger erscheint als das Foto selbst oder das bewusste Erleben der Fotografie, macht es Sinn, aufzuschauen, innezuhalten, zu genießen und zu versuchen, eins mit der Szenerie und dem Motiv zu werden. Fotografie beginnt nicht mit der Kamera, sondern mit dem eigenen Blick auf das, was abgelichtet werden soll, und der Umgebung. Den verschiedenen Ebenen, der Tiefe in der Szene, der Struktur und natürlich dem Spiel des Lichts mit Schatten und Farben. Ein Tanz aus Achtsamkeit, Emotion, bewusstem Sehen und Spüren. Genau darum wird es in Zukunft verstärkt auf meinem Blog gehen.