Lightroom mobile und nun?

Viele Fotografie Blogs haben es schon verlauten lassen Adobe hat Lightroom mobile veröffentlicht. Doch was kann man von Version 1 erwarten und wird LR mobile den Workflow verändern? Lightroom mobile bietet die Möglichkeit bereits vorhandene Fotos aus einem LR Katalog via Creative Cloud auf das iPad zu bringen. HIerzu wählt man eine (oder mehrere) Sammlung(en) aus einem (1) Katalog aus und markiert diese zur Syncronisation. Weiterhin lassen sich Fotos aus der Camera Roll importieren und syncronisieren.

Hat man die Fotos syncronisiert kann man diese als „Ausgewählt“ oder „Abgelehnt“ markieren. Man kann die Fotos weiterhin mit Presets versehen, zuschneiden und entwickeln. Fotos lassen sich natürlich auch teilen, per Email versenden oder als SlideShow präsentieren.
LR mobile workflow

Syncronisiert wird das Foto natürlich nicht in voller Auflösung sondern nur eine auf dem DNG Format basierende Version mit 2560 Bildpunkten an seiner längsten Seite. Spätestens jetzt wird klar, das man ohne Laptop auf Reisen nicht auskommen wird. Zum einen liefern unsere digitalen Fotoapparate ein anderes Format und man hat nicht überall eine Internetverbidung zur Creative Cloud.

Bislang kann die Konkurrenz Photosmith mehr, zumindest wenn es um die Bewertung von Fotos geht. Dem Fotografen stehen neben dem Aus- oder Abwählen von Fotos noch die aus LR bekannte Stern oder Farbwertung zur Verfügung. Dateien lassen sich mit Metadaten anreichern und verschlagworten. Das Teilen von Fotos ist ebenfalls möglich und das syncronisieren dieser Daten mit Lightroom. Bilder lassen sich in Photosmith nicht bearbeiten, dafür bietet Photosmith die Möglichkeit Fotos nebn der Camera Roll auch Fotos über einen eigenen FTP Server oder direkt von einer Eye-Fi WiFi Karte zu importieren. Wenn man neben RAW gleichzeitg eine JPG Version beim Fotografieren erstellt spart man Speicherplatz. Die RAW Dateien werden zu Hause direkt in den LR Katalog geladen und per Syncronisation werden Bewertung und Metadaten abgeglichen. Das ganze geht hier auch ohne Internetverbindung und nutzt WiFi.

Photosmith

Leider bieten beide Lösungen noch immer keinen vollständigen Ersatz zu einem Laptop. Selbst der von mir beschriebene Workflow, den ich zu Hause mit dem iPad und einem Hyperdrive UDMA2 getestet habe erwies sich auf Dauer als zu anfällig und zeitaufwendig. Blauäugig wie ich war, ließen wir damals den Laptop zu Haus, doch bereits nach wenigen Tagen, stellte sich heraus, das wir ohne einen Laptop wenig Freude am Überspielen der Fotos haben werden und mehr Zeit als uns lieb sein würde hierfür veranschlagen mussten.

Apple bietet nach wie vor keine Möglichkeit an einem iPad oder anderem iOS Gerät externe Geräte wie eine Festplatte oder digitale Kamera direkt anschließen zu können. Mit dem Kamera-Konnektor lassen sich Fotos/Videos nur in die Camera Roll importieren und dabei werden die Dateien umbenannt. Exerne Festplatten lassen sich nur über WiFi verbinden und meist nur über „mitgelieferte“ Apps (über den App Store) ansprechen und nur so gelangen über Umwege die Bilder ins eigentliche Programm.

Ich hoffe nur, dass sich in Zukunft auf diesem Gebiet noch einiges tun wird, damit wir Fotografen wirklich einmal ohne schweren oder sperrigen Laptop (nur mit einem Tablet ausgestattet) verreisen können, die Reisezeit (zum Beispiel im Flugzeug oder Zug) nutzen können um Fotografien zu Verschlagworten, zu bewerten und zu bearbeiten. Wir dürfen gespannt sein – ich frage mich nur warum das alles so lange dauert bis wir wirklich einsetzbare Werkzeuge erhalten, technisch sollte das alles schon Möglich sein, doch häppchenweise serviert läßt sich natürlich mehr Geld verdienen und die Entwicklungskosten wieder reinholen.

Wie sieht Euer Workflow aus? Immer noch den Laptop als Reisebegleiter dabei? Was wünscht Ihr euch für Funktionen und Gadgets? Ist alles noch Zukunftsmusik oder habt ihr schon eine optimale Lösung die ich noch nicht kenne? Ich bin gespannt und freue mich auf eure Kommentare.

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