Geocoding 5.0 HoudahGeo in Neuauflage

Mit Geocoding (bzw. Geokodierung), Geotagging, Georeferenzierung und auf Deutsch auch Verortung, meint man den Vorgang der Zuordnung von räumlichen Koordinaten zu einem Datensatz, Bei HoudahGeo geht es darum, Koordinaten einem Foto zu zu ordnen. Seit mehreren Jahren ist HoudahGeo fester Bestandteil in meinem Foto-Workflow. Mittels GPS oder iPhone logge ich einfach meine Route bzw. die Punkte an denen ich mich befinde. Das Log zeichnet nicht nur die Position sondern auch die Uhrzeit auf. Über die Uhrzeit und dem Zeitstempel eines jeden Bildes, kann ich so, die Zuordnung der Koordinaten vornehmen und weiß immer wo ich das Foto gemacht habe.

Klar, wenn die Kamera bereits ein eingebautes GPS besitzt braucht man diesen Vorgang erst gar nicht. Aber weil ich mehrere Kameras habe und bislang keine davon, ein eingebautes GPS besitzt, nutze ich, als festen Bestandteil meines Workflows HoudahGeo. Für neuere Blogleser gibt es meinen Workflow zum nachlesen. 

HoudahGeo 5.0

HoudahGeo gibt es seit kurzem in Version 5.0 und kommt mit Neuerungen daher, die die Arbeit beim Gecoding nochmal vereinfachen und beschleunigen.

  • Orte: Speichern Sie Koordinaten und Ortsnamen Ihrer Lieblingsorte
  • Drag-and-Drop-Geokodierung: Ziehen Sie Bilder auf Orte auf der eingebauten Karte
  • Reverse-Geokodierung: Schlagen Sie Ortsnamen in Englisch, Deutsch, Spanisch und Französisch nach
  • Google-Earth-Export: Neue Vorlagen und Designs für den Google-Earth-KML-Export
  • KML auf Dropbox veröffentlichen: Fotos und Wegaufzeichnungen auf Dropbox hochladen, dann in Google Earth und Google My Maps anschauen
  • Kamera-Import: Fotos direkt von der Kamera oder Speicherkarte herunterladen
  • Kartensuche: Suchen Sie nach Sehenswürdigkeiten, Städten – wie auch nach Ihren Lieblingsorten
Gecoding mit HoudahGeo 5
Gecoding mit HoudahGeo 5

Geocoding in umgekehrter Richtung

Reverse-Geokodierung ist übrigens der Vorgang, mit dem man einem geokodierten Bild, die für uns sprechenden Daten, wie Ortsnamen, Region und Land zufügen kann, diese werden aus einer Datenbank ausgelesen und zusätzlich in die EXIF Daten des Bildes geschrieben. Dieser Vorgang spart mir Zeit beim Verschlagworten der Bilder, da ich meinen Fotos nicht mehr Schlagworte wie „Canada“, „Aachen“ oder „NRW“ zuweisen muss. So lassen sich in Lightroom alle Bilder leicht filtern oder wiederfinden, die in einem bestimmten Land oder an einem bestimmten Ort gemacht wurden. 

HoudahGeo ist ein Mac Programm und arbeitet mit Apple FotosiPhotoAperture und Adobe Lightroom zusammen. Bislang fehlte mir die Zeit, die neuen Funktionen genauer zu betrachten, aber ich freue mich schon darauf, diese bald testen zu können. HoudahGeo könnt ihr kostenlos anschauen und selbst testen, ich kann euch aber gleich sagen, der Kauf lohnt!

4 Gedanken zu „Geocoding 5.0 HoudahGeo in Neuauflage“

  1. Mittlerweile können GPS-Daten problemlos über „Fotos“ auf dem Mac hinterlegt werden. Es kann auch der entsprechende Ort für mehrere selektierte Bilder gleichzeitig angepasst werden. Lasst euch einfach die Informationen zu dem Bild in „Fotos“ anzeigen und ihr könnt unter „Ort“ den genauen Standort hinterlegen.
    Zusätzlich kann ich nur empfehlen, dass ihr mal alle paar Monate die komplette Foto-Bibliothek exportiert inklusive der hinterlegten Bildinformationen. Nur für den Fall, dass ihr mal das Betriebssystem wechselt, oder der Support für Apple-Software irgendwann eingestellt wird.
    Beste Grüße

    Antworten
    • Hallo Malle,

      herzlichen Dank für das Update zu Fotos, HoudahGeo, bleibt allerdings nach wie vor das Werkzeug meiner Wahl. Es bietet weitaus mehr Möglichkeiten mit GPS-Logs und Fotos umzugehen. Mir ist es wichtig die EXIF Zeiten meiner Kameras (Mehrzahl!) zu synchronisieren und Einfluss nehmen zu können welche Orte und in welcher Sprache diese in meine Bilddaten eingetragen werden.

      Viele Grüße

      Antworten
  2. Hallo Herr Knörchen,
    bin auf Ihre interessante website i. Z. mit HoudahGeo gestoßen. Lassen sich mit dieser Software auch nachträglich Diascans bearbeiten, d. h. die Daten für z. B. Position und Aufnahmedatum hinterlegen? Also quasi nachträglich ein nahezu „vollwertiges“ digitales Bild erzeugen?
    Vielen Dank vorab für eine kurze Antwort!

    mfg
    Harald Thönes

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