Festplattenfotografie oder gegen digitales Vergessen

When I get older loosing my hair many years from now … (Wenn ich älter werde, mein Haar verliere, viele Jahre entfernt von heute …) so fängt ein Beatles song an. Wer sind die Beatles? Als ich damals auf die Welt kam, hatte ich keine Haare und heute ist es fast nicht anders, da waren die Beatles ganz groß im Geschäft, ich glaube ich war gerade mal ein zwei Jahre alt als die Beatles sich bereits wieder trennten – also das ist schon eine ganze weile her! Was von den Beatles geblieben ist, ist ihre Musik und man hört sie noch heute gelegentlich und gerne, ich zumindest. Doch was bleibt von mir, einst wenn ich nicht mehr bin oder wenn ich dem Internet einmal mit meinem Blog den Rücken kehren sollte (keine Angst das habe ich nicht vor), aber rein hypothetisch und wer weiß schon was die Zukunft so bringt, was passiert dann mit meinen digitalen Spuren? Wer findet dann meine alten Negative, ja ich habe noch Dias und Negative, denn vor ca. 25 Jahren als ich mit der Fotografie anfing, da war für mich digitale Fotografie noch fast unvorstellbar, heute fotografiere ich ausschließlich digital! Also ich kann sagen in welchem Schrank die Zelluloid-Reste gelagert sind, doch meine digitalen Werke? Wird die jemand finden? Was ist mit meinem Blog? Ich meine irgendwann, wird von irgendwem der Schalter umgelegt. Plöpp, aus die Maus, vorbei….

Was für die Beatles die Musikträger sind (Schallplatten, Audio-Kassetten, Tonbänder und CD’s (gemerkt ich habe nicht geschrieben MP3’s!), so man sie denn in ein paar Jahren überhaupt noch abspielen kann), ist für mein Blog, das Blogbuch, das von Sophie! Ein Blogwas? Ein Blogbuch das gegen digitales Vergessen! Und wer hat das geschrieben? Falsche Frage, den Inhalt habe ich zum größten Teil geschrieben und zwar hier auf meinem Blog, die Frage wäre besser gestellt und wer hat das Blogbuch gestaltet? Na Sophie! Genauer pixselSophie die nette Bloggerin bei der auch ihr euch, mit eurem Blog, um ein Blogbuch bewerben könnt.

Blogbuch für Sensorgrafie von pixelSohpie
Blogbuch für Sensorgrafie von pixelSohpie

Sophie hat mir aus Bildern und Artikeln meines Blogs ein wunderschönes Blogbuch erstellt. Damit hat sie zumindest einen Teil meines Blogs davor bewahrt, falls jemand den Schalter umlegt, in Vergessenheit zu geraten. Sie hat ein tolles Gespür und eine klasse Auswahl getroffen. Ich habe mich riesig gefreut als das Buch bei mir ankam und bei jedem Umblättern musste ich unweigerlich an die Zeit zurückdenken als die Artikel entstanden sind oder die Fotos von mir gemacht wurden. 

Einen tolles Wort aus dem Vorwort, das mir bis dato unbekannt war, ist „Festplattenfotografie“ und Sophie hat vollkommen recht, viele fotografieren und knipsen und machen hunderte oder gar tausende Fotos und die meisten Bilder landen einfach auf der Festplatte und das war es dann auch schon, wir machen einfach viel zu wenig mit und aus unseren Fotos! Dabei gibt es so viele und tolle Möglichkeiten etwas damit anzufangen. Mach was draus!

Ich möchte mich ganz ganz herzlich bei Sophie bedanken, für das schöne Buch, das mir in späteren Zeiten, wenn ich gar kein Haar mehr haben werde, an die heutige Zeit zurückerinnern lässt. Doch mehr noch, das Buch und vor allem Sophie hat mich nachdenklich gemacht und mir Zeit geschenkt, Zeit zum nachdenken! Ein Buch ist langlebiger als viele Bilder und Bits und Bytes. Wie lange guckt man sich denn heute schon noch ein einzelnes Foto an, nicht nur das viele Fotos schaut man sich auf einmal an – fehlt uns die Wertschätzung? Wie lange verweilen wir auf einem Blog oder einer Internetseite? Alles geht und ist viel zu schnell vorbei, nur weniges bleibt für länger – wie mein schönes Blogbuch zum Beispiel! Habe ich mich eigentlich schon bei Sophie bedankt? Lieben Dank Sophie! Übrigens es macht immer wieder Spaß deinen Blog zu besuchen, in deinem „Fotokram“ zu stöbern oder deinem Podcast zu lauschen.

Mein Tipp an alle macht mehr aus euren Fotos, nehmt euch Zeit und entschleunigt mal! Fangt an zu genießen und bewusster zu werden! 

3 Gedanken zu „Festplattenfotografie oder gegen digitales Vergessen“

  1. Pingback: Gedanken zum Blogbuch
  2. Tja Jörg, die Sache mit dem Haar ist leider wahr.

    Doch fotografiere ich immer auch noch analog. Meine Mamiya ist trotzdem immer noch für ganz besondere Bilder im Einsatz. Meine Erben sollen doch später mal so richtig reich werden 😉 und ich LIEBE die Qualität von Film – auch wenn die Phase One ein echter Ersatz ist, so sind Filme irgendwie ehrlicher.

    Mach weiter so.
    cu
    Holger

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  3. Hach Jörg,

    das hast du aber richtig schön geschrieben! Ich freue mich, dass ich dich zu diesem Artikel und deinen Gedanken bewegen konnte. Wenn wir alle mitmachen – vertreiben wir die Festplattenfotografie, da bin ich mir sicher!

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