Was kann die neue Sony NEX FS700?

Bereits Anfang des Jahres verbreitete sich das Gerücht, Sony würde an einer Super Slomo Cinemakamera arbeiten. Bereits damals war das Medienecho hoch und die Kamera erlebt einen Hype in der Filmbranche. Die Kamera steht nun, Anfang Juli, kurz vor der Markteinführung. Ein Grund für uns die Sony NEX FS700 vorzustellen.

Sony NEX FS700 © BPM-Media.de
Sony NEX FS700 © BPM-Media.de

Die NEX FS700 verfügt über eine Super Slow Motion Funktion. So ist es möglich mit 120fps im 16-Sekunden-Burst, mit 240fps im 8-Sekunden-Burst aufzunehmen. Selbst hochauflösende Aufnahmen mit 960fps stellen für die NEX FS700 keinerlei Probleme dar.

Ein kleiner Wermutstropfen wird der fehlende 1080p Aufnahmemodus sein. Sony kündigte jedoch an, dass dies durch ein noch ausstehendes 4K Firmware-Upgrade ausgebessert werden soll.

Mit diesem Upgrade sind dann Aufnahmen bis zur 10-facher Verlangsamung bei Full-HD und bis zur 40-facher Verlangsamung bei niedrigeren Auflösungen durchführbar.

Sony NEX FS700 © BPM-Media.de
Sony NEX FS700 © BPM-Media.de

Gerade bei Amateurfilmern wurden solche Funktionen lange gewünscht, da diese den Filmemachern völlig neue und ungeahnte kreative Wege aufzeigt, die bislang nur mit speziellen Geräten für höchste Ansprüche verfügbar waren.

Die vereinfachte Vergrößerung und Positionierung des erweiterten Fokus trägt ebenfalls zur Benutzerfreundlichkeit hinzu und erlaubt dem Benutzer eine einfache Fokussierung mit geringer Tiefenschärfe.

Aufgrund der Slow-Motion Funktion setzt Sony hier eindeutig auf Dokumentarfilmer, Amateur Regisseure und auf Produzenten von Musikvideos. Für Aufnahmen in den heimischen vier Wänden eignet sich die Kamera nur bedingt. Der Fokus liegt wie beschrieben auf Slow-Motion Aufnahmen.

Der Camcorder selbst kann Fotos mit einer Auflösung von 8 Megapixeln aufnehmen. Während einer Videoaufzeichnung sind Fotoaufnahmen allerdings nicht durchführbar.

Der NEX FS700 ist der erste Super-35-mm-Camcorder seiner Klasse, der in der Lage ist 4K fähige Bilder zu produzieren und diese zudem in einer 4K-Raw-3G-SDI-Ausgabe ausspielen kann. Der Begriff 4K wurde vor allem durch die Kinofilmindustrie geprägt. 4K steht dabei für die maximale Breite der genutzten Auflösung bei der Ausbelichtung der Bilder. Der Vorgänger 2K schaffte dabei bis zu 2048 Pixeln. Die 4K Technik dementsprechend doppelt so viel also bis zu 4096 Pixel.

Sony NEX FS700 © BPM-Media.de
Sony NEX FS700 © BPM-Media.de

Im Vergleich mit dem Vorgängermodell, der Sony NEX FS100, wurde in die NEX FS700 ein ND-Filter eingebaut, welcher für eine äußerst geringe Tiefenschärfe sorgt. Obendrein kommt die NEX FS700 mit einem umschaltbaren Hz Modus welchen es dem Nutzer erlaubt zwischen 50 Hz und 60 Hz wechseln zu können. Die Umstellung, der Hz Frequenzen, wird benötigt um 24p-Aufnahmen im PAL-Bereich sowie PAL/NTSC ohne Begrenzungen nutzen zu können.

Daneben ist es mit der NEX FS700 möglich, bis zu 99 Kameraprofileinstellungen zu speichern. Das ermöglicht dem Benutzer eine einfachere Handhabung der Kamera und Szenen müssen nicht mehr aufwendig nachjustiert und kalibriert werden. Auch der Im- und Export dieser Einstellungen auf andere Camcorder ist mit der Sony NEX FS700 ein Kinderspiel.

Fazit:
 Die Sony NEX FS700 ist professionelle Kamera, welche sich vor allem für Dokumentarfilmer, Amateur Regisseure und den Produzenten von Musikvideos eignet. Mit dem kommenden 4K Firmware-Upgrade wird sich die Kamera auf kurz oder lang in ihrem Segment an die Spitze setzen.

Sony hat mit der NEX FS700 eine komplett neue und innovative Kamerareihe entwickelt, welche mit der NEX FS 100 seine Anfänge nahm.

Gast-Author: Florian Franck

2 Gedanken zu „Was kann die neue Sony NEX FS700?“

  1. Gerade hatten wir die Möglichkeit die FS700 unter „realen Bedingungen“ auf einer Produktion zu testen. Die Dreharbeiten fanden auf einer Rennstrecke statt. Die Ergebnisse der Slowmotion-Aufnahmen waren durchaus beeindruckend. Die mitgelieferte Optik hat den Dreh allerdings leider nicht unbeschadet überstanden. Die „Abdichtung“ der Optik lässt sehr zu wünschen übrig, sprich der aufgewirbelte Staub fand sich am Ende im inneren zwischen den Linsen wieder. Sollten wir uns dazu entscheiden die Kamera in unsere Equipmentliste aufzunehmen, dann sicherlich ohne diese Optik.

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  2. Ein ND-Filter sorgt nicht für geringe Tiefenschärfe, sondern verringert die Menge des auf den Sensor fallenden Lichts. Bei bspw. viel Sonnenschein kann so die Blendenzahl bei gleichbleibender Belichtungsdauer und ISO-Wert verringert werden, was dann zu einer geringeren Tiefenschärfe führt.
    Ebenso vermute ich, wurden hier Hz und fps verwechselt ;-).
    Leider ein nicht ganz so guter Artikel.. der Preis der Kamera wäre auch interessant gewesen.

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