Holger Reich im Interview zur Fotoausstellung im Rahmen der WOGA

Heute möchte ich Euch Holger Reich aus Wuppertal vorstellen. Mit ihm bin ich schon länger in Kontakt und hatte auch von einem gemeinsamen Zug durch Wuppertal berichtet. Heute geht es um ein kurzes Interview anläßlich einer Fotoausstellung zur WOGA.

Hallo lieber Holger,

darf ich Dich bitten, Dich in ein zwei Sätzen selbst vorzustellen?

Mit meinen 59 Jahren gehöre ich laut Enkelin zu den noch garnicht so alten Leuten – nur ein bißchen. Fotografie ist ein Teil meines insgesamt kreativen Lebensstiles, der von der Malerei (Acryl) über die Musik (Tonstudio www.wupperfotografie.de) bis hin zur analogen und digitalen Fotografie einen Weg zum persönlichen Ausdruck sucht und manchmal auch findet. Mittlerweile ist dieses Fotohobby zu einem Teil professionalisiert und die Einnahmen fließen dann regelmäßig in neue “Spielzeuge” ein. Meine Themen: Menschen und Landschaften

© Foto: Holger Reich / Fotograf Holger Reich im Selbstporträt
© Foto: Holger Reich / Fotograf Holger Reich im Selbstporträt

Wer ist der zweite Fotograf im Bunde?

Uwe Lammer ist seit “kurzem” den Schritt in die berufliche Fotografie gegangen. Unter Anderem betreibt er das riesige “Mietstudio Wuppertal Uwe Lammer” in der Scheffelstraße und aktuell hat er auch noch in Wuppertal Vohwinkel ein Fotogeschäft (Lobo Foto) übernommen, wo er klassische Fotoproduktionen anbietet. Uwes Themen: Menschen und Fotodienstleistungen.

© Fotograf Uwe Lammer
© Fotograf Uwe Lammer

Wie bist Du/seid Ihr auf die Idee gekommen und was hat Dich/Euch dazu angetrieben eine Foto-Ausstellung zu machen?

Nach meinem Megaprojekt mit dem Schauspielhaus/Oper Wuppertal (HEIMAT.LOS), wo mein Beitrag im Rahmen einer Fotoausstellung das musikalische Programm von echten Musikprofis (Samy Deluxe, Horst Wegener u.a.) zieren durfte wurde ich ein wenig neugierig. Seit einigen jahren berichte ich unter meinem Fotoblog Wupperfotografie.de über die WOGA und nun wird es Zeit hier selbst einmal Flagge zu zeigen.

© Foto: Holger Reich - Morgennebel
© Foto: Holger Reich – Morgennebel

Wie ist der Name WOGA zustande gekommen?

Die genaue Historie müßte Steffen Schneider (Wuppertal) erzählen. WOGA ist eine Abkürzung und heißt Wuppertaler Offene Galerien und Ateliers und will das kreative Potential der Metzropole Wuppertal zeigen. Hier sind auch einige Fotografen, die sehr ansehnliche Exponate zeigen, doch auch Kreative Bildhauer, Maler etc. zeigen ihr Können.

© Foto: Holger Reich
© Foto: Holger Reich

Gibt es ein spezielles Thema zur Ausstellung? Habt Ihr eine Message an den Besucher?

Eine zentrale Botschaft wird es für uns nicht geben. Doch werde ich mich hier auf großformatige Fine Art Prints konzentrieren und Leinwände. Motivmäßig werden Landschaften in Schwarz/weiß und farbe zu sehen sein und Charakterportraits, die im Laufe der Jahre entstanden und meist noch nicht so Verbreitung gefunden haben.

Über welchen Zeitraum sind die Bilder entstanden? Sind sie speziell für die Ausstellung angefertigt worden?

Es wird eine Mischung aus Altem und sehr Neuem sein. Im Oktober findet hierfür eine Fotoreise statt, wozu noch einige Motive geplant sind.

© Foto: Holger Reich
© Foto: Holger Reich

Gibt es einige Teaser-Fotos zu sehen, damit der Besucher weiß was ihn erwartet/worauf er sich freuen kann?

Ein paar Appetithäppchen füge ich bei, doch die Überraschungen zeigen wir nur LIVE – logisch.

Hast Du oder Uwe ein Lieblingsfoto in der Ausstellung auf das die Besucher besonders achten sollten?

Ja, natürlich. Es ist immer das, wo man grad vorsteht. Jedes Foto ist in sich geschlossen und soll einen positiven Impuls setzen. Erst, wenn ein Foto zum verweilen einlädt ist es ein gutes Foto. Bleibt es dann in guter Erinnerung, dann nenne ich es sensationell.

© Foto: Holger Reich
© Foto: Holger Reich

Wann und wo kann man die Ausstellung sehen?

Am 10. + 11. November (Samstag und Sonntag) kann man (freier Eintritt) uns im Mietstudio Wuppertal, Scheffelstraße 33 besuchen. Das Gebäude selbst ist schon sehenswert (Lost Place-Charakter) und wir wollen gerne auch den gedanklichen Austausch mit den Besuchern pflegen.

Nun noch einige Fragen, die für all diejenigen interessant sein sollten die ebenfalls planen einmal eine eigene Ausstellung zu machen….

Au weia, dazu gibt es umfangreiche Abhandlungen. Checklisten haben wir auch – werden hier aber vermutlich arge Defizite im Einhalten haben.

© Foto: Holger Reich
© Foto: Holger Reich

Wie sah Eure Marketing/Werbe-Strategie aus?

Den Löwenanteil der Werbung der WOGA steuert Steffen Schneider. Unsere eigenen Kanäle werden natürlich auch “befeuert”. Der lokale Einzelhandel hilft hier rege mit.

Wieviele Fotos gibt es zu sehen? Sind es Schwarz-Weiß aufnahmen und oder auch farbige Fotografien? Auf welchen Materialien präsentiert Ihr die Fotos?

Auf weit über 100 qm (ich denke 300 ?) werden wir Schwarz-weiß Fine Art Prints in verschiedenen Formaten zeigen. Landschaften und Portraits werden das Thema sein. Doch auch die Farbfotografie wird ihren eigenen Platz bekommen, da die Motive gerne in Arztpraxen, kanzleien und Büros einen Platz finden und dort echte Eyecatcher sind.

© Foto: Holger Reich
© Foto: Holger Reich

Wird es neben dem geplanten Wochenende noch weitere Termine oder andere Ausstellungsorte geben – Stichwort: Wanderausstellung?

Die WOGA selbst ist jährlich wiederkehrend und nimmt immer mehr an Bedeutung für Wuppertal zu. Allerdings werden weitere eigene Ausstellungen folgen. Doch erst wieder in 2019 (mit besserer Vorarbeit). Unter Anderem eine Daueraustellung an einer renomierten Location etc.

Wie hoch war Euer Budget bzw. die Kosten für Eure Exponate und Location?

Wer die Kosten für einen echten Fine Art Print kennt (incl. Wechselrahmen), der kann sich ausrechenn, daß so eine Ausstellung schon eine Menge an Euronen kostet. Doch durch den Verkauf hoffen wir hier ein wenig Schmerzensgeld wieder einzuspielen. Gewerbetreibende freuen sich sicherlich über eine Rechnung mit ausgewiesener Mehrwertsteuer.

Was habt Ihr für ein Rahmenprogramm geplant?

Wir werden sicherlich eitwas für den Magen auftreiben können und geplant ist es, auch etwas fürs Gehör (einen Musiker) zu gewinnen, der das ganze musikalisch untermalen kann. Es fehlt aber noch die Zusage.

Lieber Holger herzlichen Dank für Deine Zeit und die Beantwortung der Fragen.
Ich wünsche Euch viel Erfolg mit Eurer Ausstellung.

Flyer WOGA 2018

 

1 Gedanke zu „Holger Reich im Interview zur Fotoausstellung im Rahmen der WOGA“

  1. Dann bin ich ja froh dabei gewesen zu sein – dein Interview liest sich wirklich gut. das Event fand gutenZuspruch.

    Fotografie KANN Kunst sein … oder einfach gefallen 😉

    Antworten

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