Kreative Foto-Aufgaben von Lars Poeck

Vor einigen Wochen habe ich in meinem Postfach einen Newsletter von Lars entdeckt mit dem Titel: „Kannst du mir einen kleinen Gefallen tun?“ – Ich lese nicht alle meine Newsletter aufmerksam durch, das gebe ich zu. Es sind einfach zu viele Newsletter die ich abonniert habe um wirklich alle lesen zu können. Ich lese die meisten Newsletter meist nur Quer und halte Ausschau nach besonderen Artikeln und Themen. Hier war es der Titel, der mich aufmerksam werden lies.

Kreative Foto-Aufgaben von Lars Poeck - Cover
Kreative Foto-Aufgaben von Lars Poeck – Cover

Lars hat für sein Buch „Kreative Foto-Aufgaben“ bei Amazon eine (1) schlechte Kritik bekommen. Er hat die Rezension der Einfachheit gleich mitgeschickt. Gefolgt von einer Stellungnahme und der Bitte nach einem Gefallen – zu sagen wie die Leser des Newsletters sein „Baby“, wie er sein Buch selbst nennt, beurteilen.

Nun ja, bis dato kannte ich sein Buch nicht, doch ich fühlte mich irgendwie verbunden mit Lars. Zum einen weil ich wie Lars autodidaktisch das Fotografieren gelernt habe und auch ich mein Baby habe. Kurzer Hand bat ich Lars mir ein Rezensionsexemplar zukommen zu lassen. Jetzt liegt sein Buch neben mir und ich habe es gelesen.

Doch bevor ich nun in meine Rezension einsteige, ein kurzes Wort an Lars. Lass Dich nicht unterkriegen, Du hast genug andere Rezensionen auf Amazon, die Dich Stolz machen und beflügeln sollten.

Kreative Foto-Aufgaben – Woche für Woche bessere Fotos

Das Buch ist in zwei große Bereiche Aufgeteilt, der Erste ist eine Art Trick-Kiste. Lars gibt eine (Un-)Menge Tipps und Tricks wie man Fotos interessanter und besser werden läßt. Viele Elemente der Bildgestaltung, Hinweise zu Farbe und Licht, sowie wichtige Kamera-Grundlagen werden hier aufgeführt. Lars versteht es dabei, ohne Umschweife auf den Punkt zu kommen, was mir selbst zugegebenermaßen etwas schwer fällt. Ich neige dazu Themen etwas zu ausführlich darzustellen. Lars kombiniert seine Themen mit Fotobeispielen die nicht ‚abgehoben‘ und einfach nachzuvollziehen sind. Perfekte Fotos, bei denen alles zu stimmen scheint, führen meines Erachtens sowieso dazu, dass man gerade als Einsteiger, alsbald die Flinte Kamera ins Korn wirft im Schrank verstauben lässt.

Sicher man sollte sich hohe Ziele setzen. Allerdings, wenn man noch nicht weiß oder erkennt, worauf es bei einem guten Foto ankommt, sind perfekte Fotos in meinen Augen ungeeignet. Man lernt eher durch Fehler in Bildern, denn Fehler die man erkennt, lassen sich vermeiden. Zudem spornt es an, bessere Bilder machen zu wollen.

Kreative Foto-Aufgaben von Lars Poeck Beispielseite 1
Kreative Foto-Aufgaben von Lars Poeck – Beispielseite 1
Kreative Foto-Aufgaben von Lars Poeck Beispielseite 2
Kreative Foto-Aufgaben von Lars Poeck – Beispielseite 2
Kreative Foto-Aufgaben von Lars Poeck Beispielseite 3
Kreative Foto-Aufgaben von Lars Poeck – Beispielseite 3
Kritikpunkt zum Buch

Dennoch gibt es von mir nicht nur Lob, ich habe während des Lesens bis zu den Foto-Aufgaben etwas den roten Faden vermisst. Thematisch sind alle Punkte richtig und wichtig – fühlen sich allerdings aneinandergereiht und ungeordnet an. Es würde einer weiteren Auflage gut tun, den ersten Teil des Buchs neu zu strukturieren und thematisch zu sammeln. Stellenweise würden ein paar wenige einleitende und erklärende Worte mehr, gut tun.

Die zweite Teil des Buches sind dann die eigentlichen Foto-Aufgaben. Hier tut die bunte Mischung an Aufgaben richtig gut, sie schafft Abwechslung beim Fotografieren. Doch nach dem Projekt 52 – Dein Foto der Woche ist nicht Schluss. Es gibt zahlreiche weitere Aufgabenstellungen, mit denen man auch spielerisch seine fotografischen Fähigkeiten verbessern und testen kann. Übung macht schließlich den Meister.

Mein persönliches Fazit

Lars Poeck gibt mit seinem Taschenbuch ein Feuerwerk der Motivation ab. Er ermuntert den Fotoapparat ständig dabei zu haben. Für mehr als 52 Wochen gibt er kreative Foto-Aufgaben, die es gilt umzusetzen. Es geht ihm nicht darum die gezeigten Fotos nach zu fotografieren, sondern eigene Ideen zu den jeweiligen Themen zu entwickeln. Lars und ich haben sich selbst das Fotografieren beigebracht. Dieses Buch ist für alle, die ebenfalls diesen Weg gehen wollen. Ohne genau zu wissen wie man das eigentlich anstellt, ist dieses Buch ein toller Begleiter auf diesem Weg. Der fortgeschrittene Fotograf wird gerade im zweiten Teil des Buchs, Ansporn und Ideen finden seine Art zu fotografieren zu überdenken. Schließlich wächst ein Fotograf mit seinen Aufgaben!

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